Die Sache mit den Schatten II

Liebe Tanglerinnen und Tangler,

letzte Woche haben wir gesehen, dass beim Zentangle die Richtung des Lichts nicht wichtig ist. Und das, obwohl dabei eigentlich “unmögliche” Zeichnungen herauskommen.

“Aber sieht das denn dann nicht falsch aus?”, habt ihr euch vielleicht gefragt. 

Dazu möchte ich euch zwei Beispiele zeigen. Unten seht ihr das Tanglemuster “Crescent Moon” – eins der klassischen Anfängermuster. Ich habe dieses Muster zweimal unterschiedlich schattiert. Einmal “richtig” und einmal nach Zentangle-Manier. Könnt ihr den Unterschied erkennen?

Shading2 

Shading3

 

Na? Erkannt? Die Geübten unter euch haben sicher gesehen, was was ist. Aber wie lange hat es gedauert? Und: Wenn ihr nicht gewusst hättet, dass bei einem Muster etwas nicht stimmt, wie lange hätte es dann gedauert? Oder wäre es euch womöglich gar nicht aufgefallen?

Was will ich damit sagen? 

Zunächst einmal die Auflösung: Das obere Bild zeigt eine halbwegs “realistische” Lichtsituation. Das Licht würde in diesem Fall von unten rechts kommen. Aber gerade bei Crescent Moon ist das gar nicht so einfach darzustellen – und ich bin auch nicht sicher, ob ich alles richtig gemacht habe. 
Bei dem unteren Bild habe ich einfach alle Vorstellungen von “richtig” und “falsch” über Bord geworfen und jeden dieser “Tunnel” auf der rechten Seite schattiert. Und zwar ringsum. Genaugenommen, kann es diese Beleuchtung nicht geben, da das Licht auf jeder Seite des Musters von einer anderen Richtung kommt. Und trotzdem: Die Wirkung bleibt! Ist das nicht erstaunlich?

Das heißt also, dass es wirklich nicht wichtig ist, ob die Schatten nun “richtig” sind oder nicht. Es sieht trotzdem verblüffend dreidimensional aus! Und nur darauf kommt es uns doch an, oder? 
Tja, und wenn dann doch mal eine besonders schlaue Person zu euch sagt: “Aber das ist doch faaalsch!”, dann könnt ihr denjenigen ja einfach mit der Begründung von letzter Woche abspeisen. ;-)

Also, viel Spaß beim Schattieren und wie sehen uns nächste Woche beim Muster-Mixer!

Eure Anya
 
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Die Sache mit den Schatten

Liebe Tanglerinnen und Tangler,

vielleicht habt ihr schon einmal gehört, dass man beim Zentangle nicht auf die Richtung des Lichteinfalls achten muss. Das macht das Schattieren natürlich wunderbar einfach.
Aber ist das auch richtig so? Und warum soll man denn darauf, bitteschön, plötzlich nicht mehr achten müssen? Ist das dann nicht falsch?

Ja. Kann sein. So manches Tanglemuster, das nach Lust und Laune schattiert wurde, ist tatsächlich faktisch “falsch”. Oder vielmehr unmöglich. Aber fragt euch doch mal eins: Versucht ihr beim Zentangle Objekte fotorealistisch abzuzeichnen?
Nein! Zentangle ist eben Zentangle und keine realistische Kunst. Der Weg ist das Ziel – es tut einfach gut zu tangeln. Und es soll meditativ und entspannend sein. Kann es das, wenn ich mir dabei ständig Gedanken über die Lichtrichtung machen muss?

Die Antwort ist natürlich nein. Und deshalb schattieren wir beim Zentangle einfach munter drauf los. Und das kann bei jedem Muster anders aussehen – denn jedes Muster steht auf der Kachel für sich. Selbst wenn ihr eine Lichtrichtung einfügen wollt, darf sie bei jedem Muster anders sein. So wie hier zum Beispiel, auf einer meiner allerersten Zentangle-Kacheln:

 

Zentangle Kachel von Anya Lothrop, CZT

Bei dem Muster, das durch die Mitte läuft (Trimonds), kommt das Licht von rechts oben. Bei Hurry (links unten) kommt es eher von schräg links oben. Und bei Tipple wiederum (das ist das Muster rechts unten) kommt das Licht anscheinend senkrecht von oben, in Form eins Spots. Das alles fällt auf Anhieb überhaupt nicht auf. Und auch danach ist es egal, denn die Muster stehen eben für sich. 

Aber wie sieht es aus, wenn die Lichtrichtung innerhalb eines Musters nicht stimmt? 
Diese Frage will ich nächste Woche mit euch erörtern! Also, schaut nächstes Wochenende noch einmal vorbei!

Bis dann,

Eure Anya

 

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Muster Mixer Challenge #18

MusterMixer

 

Liebe Tanglerinnen und Tangler,

habt ihr auch Muster, die ihr zu Beginn eurer Zentangle-Zeit richtig oft gezeichnet habt und seitdem eher nicht mehr? Mich haben am Anfang vor allem Auraknot und Paradox extrem fasziniert. Ich habe sie in allen möglichen Variationen gezeichnet, immer und immer wieder. Diese beiden Muster waren für mich quasi der Inbegriff von Zentangle: Sieht unglaublich aus, ist aber unglaublich leicht zu zeichnen. 

Da ich heute ein wenig nostalgisch drauf bin, habe ich euch diesmal diese beiden Muster zum Mixen ausgesucht. Back to the roots, sozusagen.

Die Muster für diesen Monat sind also:

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Zendala?

Liebe Tanglerinnen und Tangler,

ich bin mir ja nie so ganz sicher, wie ich jetzt eine rund angelegte Tangelei auf einer quadratischen Kachel nennen soll. Ist das nun ein Zendala oder nicht?

Egal. Schön sind sie allemal. Oft finde ich das sogar noch schöner, als auf einer runden Kachel. 

Zendala by Anya Lothrop, CZT

Verwendete Muster: Hamail, Nook, Star Flower Band, Lorax, Desert Flower

 

Diese hier wollte ich euch auf jeden Fall zeigen, weil sie mir selbst ziemlich gut gefällt. Es geht doch einfach nichts über Renaissance-Kacheln!

Weiterhin viel Spaß beim Tangeln!

Anya
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